Liebe Benutzer der Website www.luhden.de,

infolge der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), welche ab dem 25. Mai 2018 greift, bitten wir folgende Hinweise zur Kenntnis zu nehmen:

 

Regelung nach dem Kunsturhebergesetz

Aktuell ist die rechtliche Zulässigkeit der Veröffentlichung und Verbreitung von Foto- und Videoaufnahmen von Personen in den §§ 22 und 23 des Kunsturhebergesetzes (KUG) geregelt. Die vorstehend genannten Regelungen normieren das sog. „Recht am eigenen Bild“ wonach der Abgebildete grundsätzlich selbst über die Veröffentlichung der von ihm gemachten Aufnahmen entscheiden darf. Bis auf wenige Ausnahmen ist zur Veröffentlichung von Aufnahmen immer eine Einwilligung des Abgebildeten erforderlich. Näheres zum Recht am eigenen Bild und den angesprochenen Ausnahmen erfahren sie hier.

Verhältnis zwischen KUG und BDSG

Das Verhältnis des Kunsturhebergesetzes und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) war in der Vergangenheit immer wieder Gegenstand von Diskussionen in der Literatur und Rechtsprechung. Grund dafür ist, dass Bilder von Personen dem Anwendungsbereich beider Gesetze unterliegen. Denn auch Bilder von Personen sind personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzrechts.

Hintergrund für die Kontroverse waren die unterschiedlichen Regelungen hinsichtlich der Form der Einwilligungserklärung und deren Widerrufsmöglichkeit. Während das BDSG in seiner aktuellen Fassung in § 4a Abs. 1 BDSG eine schriftliche Einwilligungserklärung fordert, enthält das KUG kein besonders Formerfordernis. Ein zweiter Punkt, in dem sich die Wertungen beider Gesetze unterscheiden, ist die Widerruflichkeit der Einwilligungserklärung. Nach dem BDSG ist ein solcher Widerruf jederzeit möglich, nach dem KUG hingegen kann eine Einwilligung nur widerrufen werden, wenn sich die Umstände seit ihrer Erteilung so geändert haben, dass die Veröffentlichung den Betroffenen in seiner Persönlichkeit empfindlich beeinträchtigt.

Inzwischen hat sich in der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) und der Zivilgerichte die Auffassung etabliert, dass dem KUG als bereichsspezifische Regelung gem. § 1 Abs. 3 BDSG Vorrang gegenüber dem BDSG zukommt. Das BAG hat in diesem Zusammenhang auch entschieden, dass im Arbeitsleben eine Einwilligung in die Veröffentlichung von Bildnissen schriftlich erfolgen müsse, da nur so die Freiwilligkeit und Unabhängigkeit von der jeweiligen Verpflichtung aus dem Arbeitsverhältnis erfolge.

Änderungen durch die Datenschutz-Grundverordnung

Auch wenn sich die Rechtsprechung zum Verhältnis des KUG und des BDSG geäußert hat, können die entwickelten Grundsätze nicht auf das Verhältnis zwischen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem KUG übertragen werden. Es stellt sich die Frage, ob dem KUG noch ein eigener Anwendungsspielraum verbleibt oder ob es vollständig von der DSGVO verdrängt wird. Entscheidend für die Beantwortung dieser Frage ist, ob dem nationalen Gesetzgeber auch weiterhin durch sog. Öffnungsklauseln spezifische Regelungen zur Veröffentlichung und Verbreitung von Foto- und Videoaufnahmen ermöglicht werden. Gem. Art. 85 Abs. 2 DSGVO sind nationale Regelungen für Datenverarbeitungen zu journalistischen, wissenschaftlichen, künstlerischen oder literarischen Zwecken möglich. Sofern also eine Veröffentlichung und Verbreitung von Bildnissen zu diesen Zwecken erfolgt, verbleibt auch unter der Datenschutz-Grundverordnung ein eigener Regelungsspielraum des nationalen Gesetzgebers.

Was gilt für die Veröffentlichung von Fotos zu beruflichen oder privaten Zwecken?

Unklar ist allerdings was zukünftig für die Veröffentlichung zu beruflichen oder privaten Zwecken gilt. Für diese Bereiche sieht Art. 85 Abs. 2 DSGVO keinen eigenen Gestaltungsspielraum vor. Es wird daher diskutiert ob Art. 85 Abs. 1 DSGVO eine Öffnungsklausel enthält, die dem nationalen Gesetzgeber auch für die Veröffentlichung von Fotos zu privaten oder beruflichen Zwecken eine eigene Regelungskompetenz einräumt.

Dagegen wird angeführt, die Formulierung sei für eine Öffnungsklausel sehr unkonkret und die Formulierung solle nur deutlich machen, dass die einzelnen Mitgliedstaaten ihre bestehenden Regelungen an die Datenschutz-Grundverordnung anpassen müssen.

Für eine Öffnungsklausel spricht dagegen, dass die Regelung in Art. 85 Abs. 1 DSGVO nicht abschließend ist und weitere Regelungsspielräume, neben den in Art. 85 Abs. 2 DSGVO genannten zulässt. Hinzukommt, dass ohne ein spezielleres Gesetz des nationalen Gesetzgebers künftig die DSGVO die Veröffentlichung und Verbreitung von Foto- und Videoaufnahmen regeln würde. Durch die sehr allgemeinen Regelungen der DSGVO bestünde eine gewisse Rechtsunsicherheit und die bestehenden Ausnahmen vom Einwilligungserfordernis im KUG würden so nicht mehr fortgelten.

Bedeutung für die Praxis

Bis zu einer Klärung durch die Rechtsprechung besteht Unklarheit was die rechtlichen Vorgaben für die Veröffentlichung und Verbreitung von Bildnissen nach Inkrafttreten der DSGVO betrifft. Bis dahin gilt aber: Werden die gesetzlichen Maßstäbe im KUG und die recht strenge Rechtsprechung beachtet, so ist in der Regel davon auszugehen, dass damit auch die Vorgaben der DSGVO erfüllt werden. Schlussendlich gilt es aber wie so oft, die Klärung durch die Rechtsprechung abzuwarten.

 

Aus oben genannten Gründen werden wir zukünftig bis auf weiteres darauf verzichten müssen, Fotos von Veranstaltungen in der Gemeinde Luhden hier zu veröffentlichen.

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Auf abenteuerlichen Wegen - Zehnte Luhdener Gemeindewanderung am 28.05.2017

Wo war einst die Preußenkrone versteckt? Was ist die "Schermbecker Linse" und wo liegt die Quelle der Schermbeecke? Zum zehnten Mal hat die Gemeinde Luhden eine "Gemeindewanderung" unter der Leitung von Fritz Schmidt mit wissenswerten Informationen auf teils abenteuerlichen Wegen veranstaltet- Obwohl kurz zuvor einige Schauer nieder kamen, strahlte die Sonne, als Bürgermeister Rüdiger Schmidt die 30 Teilnehmer begrüßte.

Ein Bus brachte die Gruppe zunächst nach Kleinenbremen. Dort übernahm Fritz Schmidt die Führung der Wanderung. Nur den wenigsten war bekannt, dass die Kirche zu Kleinenbremen einst einen Hohenzollernschatz beherbergte: Anfang 1945 wurde eine Teil des Schatzes - nämlich die Kaiserkrone von Wilhelm II sowie 15 silberne Tabakdosen vom "alten Fritz" - durch den ehemaligen Bückeburger Offizier Kurt Freiherr von Plettenberg bei einer Nacht- und Nebelaktion von Berlin über Bückeburg nach Kleinenbremen geschafft. Zum Schutz vor den Alliierten lag sie kurze Zeit später versteckt im Kirchengewölbe, eingemauert unter einer Kellertreppe. Aber bereits ein Jahr später standen bewaffnete britische Soldaten vor dem Pfarrhaus und verlangten die Herausgabe des Schatzes. Er wurde beschlagnahmt und 1948, nach klangen Verhandlungen, an die Hohenzollern zurückgegeben.

Diese und viele weitere Information hatte Schmidt im Gepäck. Am Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte der Eisenerzabbau das Leben Leben in Kleinenbremen. Darüber berichtet der belesene Luhdener, während sich die Gruppe unterhalb des Brech-, Sieb- und Verladebunkers aufhielt. Aus den Eingängen er ehe,maligen Schermbecker Erzlinse zog in Abständen eine eiskalter Wind vorbei - eine willkommende Abkühlung an diesem heißen Tag.

Ein steiler Aufstieg in Richtung Papenbrink folgte. Dann ein kurzer Abstecher in den nahe gelegenen Steinbruch. Während sich die Gruppe, die Autobahn kreuzend, langsam dem Quellgebiet der Schermbeeke näherte, zogen von Westen unheilvolle Wolken heran. Aber trotz Regen, glitschigem Untergrund, Brennnesseln und einer kleinen Kletterpartie über einen umgestürzten Baumstamm kamen die Luhdener gut gelaunt an ihrem Zwischenstopp an. Hier wartete Christoph Tecklenburg vom Luhdener Gemeinderat mit Getränken. Weiter ging es hügelauf, hügelab über Schermbeck Richtung Luhden. 

Einen kleine Überraschung wartete längs des Weges auf Bürgermeister Rüdiger Schmidt: In damaligen Zeiten wurde ein "Schnatgang" zum Anlass genommen, Neubürger der Gemeinde zu "poaläsen". Hierbei wurde der zu "poaläsende" von einigen Schnatgängern abgehoben, über einen Grenzstein gehalten und mit seinem Hinterteil ("Ääs") auf den Stein ("Poal") mehrmals aufgetitscht. So schnappten sich an diesem Tag vier Teilnehmer ihren neun Bürgermeister. Dieser darf sich nun, nach vollzogenem Akt "Poalbürger" (Alteingesessener) nennen. Wie der Zufall es wollte stand in der Nähe der Jagdpächter Henrik Frickemeier aus Herford mit einem Jägerschluck bereit, um gemeinsam mit den Wanderern anzustoßen. 

Den Abschluss dieser abwechslungsreichen, kurzweiligen und teils Abenteuerlichen Wanderung, bildete eine Grillen im Gasthaus "Zur Erholung" bei der Familie Thies in Luhden.

Text: Anja Hillmann, Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung

Fotos: Jutta Schmidt-Hauschildt und Peter Zabold

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Boulen der Örtlichen Vereine und Gemeinschaften am 18. Juni 2016

Am Samstag, den 18. Juni flogen wieder die Metallkugeln beim schon traditionellen Bouleturnier der örtlichen Vereine und Gemeinschaften . Trotz schlechter Witterungsbedingungen waren erfreulicher Weise 17 Mannschaften am Start. Gespielt wurde in der Vorrunde in vier Gruppen, jeder gegen jeden, jeweils 15 min bis 9 Punkte. Dabei blieben Überraschungen nicht aus. So z.B. fegte das IGEL – Team die favorisierte Mannschaft der ev. Kirchengemeinde um Lutz Gräber mit 9 : 1 vom Platz. Trotz der anschließenden  zwei Siege reichte es für den Titelverteidiger nicht zum Viertelfinale. Dagegen kam mit dem Gemeinderat (Hartmut Büscher, Bernd Gliese, Karl-Heinz  Voigt und Gemeindedirektor Andreas Kunde) ein weiterer Favorit als einzig ungeschlagene Mannschaft locker eine Runde weiter. Für die Zwischenrunde qualifizierten sich die jeweils beiden besten Mannschaften jeder Gruppe.

Gruppe 1:           Klippenstrasse 1 und FFC 2,

Gruppe 2:           IGEL und Klippenstrasse 2,

Gruppe 3:           Gemeinderat und Schützenverein 1

Gruppe 4:           Boulefreunde Schermbeck und Feuerwehr 2.

Die Viertelfinalspiele mit einer Zeitbegrenzung von 20 min bis 11 brachten sehenswerten Sport. Unter dem Beifall der begeisterten Zuschauer eliminierten die konzentriert spielenden Damen der Klippenstrasse 2 den hohen Favoriten Gemeinderat mit 9 : 5. Damit war ein weiterer Titelanwärter aus dem Rennen.

Die Ergebnisse:

IGEL

-

Feuerwehr 2

3

:

11

Schützenverein 1

-

Klippenstraße 1

9

:

3

Klippenstraße 2

-

Gemeinderat

9

:

5

FFC 2 - Boulefreunde Schermbeck 4 : 11

Im Halbfinale (30 min bis 13), das wegen Regenschauern unterbrochen werden mußte, standen sich somit die Paarungen  Feuerwehr 2 und Schützenverein  1, sowie die Damen von der Klippenstrasse 2 (Gabi Beckmann, Edelgard Kühnelt, Anke Völkening) und die Boulefreunde Schermbeck gegenüber. In heiß umkämpften, zum Teil hochklassigen Spielen setzten sich der Schützenverein 1 ( 11 : 9 ) und die immer stärker aufspielenden Boulefreunde Schermbeck (12 : 8) durch. 

In den Finalspielen um Platz 3 und den Turniersieg, die parallel bis 13 ohne Zeitbegrenzung angesetzt wurden, ging es dann deutlich weniger dramatisch zu. Den 3. Platz holte sich die Mannschaft Feuerwehr 2 (Florian Brandt, Steffen Junaitis, Dominik Lange, Jens Rahe) gegen die Mädels von der Klippenstrasse 2 mit 13 : 3. 

Den umjubelten Turniersieg schnappten sich die Boulefreunde Schermbeck (Wolfgang Begemann, Dieter Hartmann, Bernd Kolb) gegen die Überraschungsmannschaft Schützenverein 1 (Ina Tornow, Lukas Tornow, Marc Winschel) mit einem klaren 13 : 1.

Der 1. stv. Bürgermeister Hartmut Büscher bedankte sich im Anschluß bei allen Mannschaften für die gute Beteiligung und die fairen Spiele und dafür, dass trotz des schlechten Wetters auch die schon ausgeschiedenen Mannschaften größtenteils  bis in die Abendstunden durchhielten. Bei der Siegerehrung, die Büscher zusammenmit dem 2. stv.. Bürgermeister Bernd Gliese vornahm, gab es unter dem Beifall der zahlreichen Zuschauer für alle Mannschaften Urkunden der Gemeinde und für die drei Erstplatzierten Pokale und Medaillen. Den Wanderpokal, gestiftet von Bürgermeister Thomas Beckmann, durften dann die von Lutz Gräber und allen Mannschaften frenetisch gefeierten und verdienten Sieger Boulefreunde Schermbeck hochstemmen. Eine echte Sensation!

Hartmut Büscher ließ es sich nicht nehmen, ein besonderes Lob für das Thekenteam um Uwe und Detlef Thies  auszusprechen, das in gewohnter Manier für die Versorgung mit Kaffee, Kuchen und Getränken verantwortlich war. Ebenso dankte er dem vorzüglichen, fleißigen Team am Grill, Beate und Rudolf  Künnecke  und dem Turnierleiter Peter Zabold für den reibungslosen Ablauf.

Hier die Platzierungen: 

Platz 1: Boulefreunde Schermbeck, Platz 2: Schützenverein 1, Platz 3: Feuerwehr 2, Platz 4: Klippenstraße 2, Platz 5: Gemeinderat, Platz 6: FFC 2, Platz 7: Klippenstraße 1, Platz 8: IGEL, Platz 9: ev. Kirchengemeinde, Platz 10: Schweinekasse, Platz 11: LSV, Platz 12: Feuerwehr 1, Platz 13: Unter den Kämpen, Platz 14: Schützenverein 2, Platz 15: FFC 1, Platz 16: OFC Luhden 2006 - Team 1, Platz 17: OFC Luhden 2006 - Team 2

 

Text und Fotos: Peter Zabold

 

 

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Entlang der Bückeburger Aue - Eine Wanderung mit Historischem Hintergrund am 22.05.2016

Die Luhdener wissen bereits seit vielen Jahren, dass ein Wanderung unter Leitung von Fritz Schmidt alles hält, was sie verspricht: wunderschöne Natur, geprüfte Begehbarkeit der Strecke, hervorragend recherchierte Hintergrundinformation, gespickt mit geschichtlichem Wissen und natürlich viel Geselligkeit und Spaß. 

Da die Sonne in diesem Jahr mit von der Partie war, folgten fast 40 Interessierte der Einladung zur Wanderung. Pünktlich um 11.30 Uhr begrüßte Vizebürgermeister Hartmut Büscher die bunt gemischte Gruppe aus Männern, Frauen und Kindern an der Sporthalle.

Fritz Schmidt betonte zu Beginn, es handele sich dieses Mal nicht wie sonst um einen „Schnatgang“. Der Ausdruck „Schnatgang“ oder „Snatgang“ kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet so viel wie „Grenzgang“. Da aber nach acht Jahren alle Grenzen Luhdens unter unterschiedlichsten Gesichtspunkten bereits erwandert waren, stand diese neunte Wanderung nun unter dem Thema „Die Bückeburger Aue – eine Wanderung mit historischem Hintergrund“.

Um die Streckenlänge in einem übersichtlichen Rahmen zu belassen, der Quelle aber so nah wie möglich zu kommen, wurde die wanderlustige Gruppe zunächst mit einem Bus nach Rolfshagen gebracht. Die „Aue“ entspringt im nach ihr benannten Auetal, am Fuße des Süntels, südlich von Hattendorf, in einer unterirdischen Quelle. In Rolfshagen hat ihr Wasser also bereits etwas über zwölf Kilometer zurückgelegt. An einer idyllisch gelegenen Brücke, nahe des Bernser Eisenhammers machte die Luhdener Gruppe ihre erste Station und Fritz Schmidt erzählte von der Geschichte des Gewässers. Das Gefälle der Aue wurde in früheren Jahren genutzt, um über ein Wasserrad Eisenhämmer oder Mühlen zu betreiben. Sie wurden über Stichkanäle von dem Auewasser angetrieben. 

So ging die Wanderung durch Feld und Flur, vorbei am „Rolfshäger Eisenhammer“, der „schwarzen Mühle“, der „Ahrensburger Papiermühle“ und der „Schlingmühle“ in Buchholz – immer die Aue in Sichtweite und manchmal zum Greifen nah. 

Die Mühlen und Eisenhammer dieser Region blicken auf eine jahrhundertalte Geschichte zurück. Mit Einzug der maschinellen Fertigung von Papier und Metallwerkzeugen, sowie der industriellen Verarbeitung von Getreide, stellten sie jedoch ihre Arbeit in den 1960er und 70er Jahren ein.

Obwohl die Strecke nicht anstrengend zu begehen war, wurde von den Luhdenern auf ihrem Weg gerne jedes überflüssige Bekleidungsstück abgelegt. Alle freuten sich, über kühle Getränke während der erholsamen Pause an der Schlingmühle. Das wunderbare frühsommerliche Wetter, die Geräusche der Natur, der Geruch vieler duftender Blumen am Wegesrand und zwischendurch das Plätschern der Aue machten diese Wanderung für alle Teilnehmer zu einem Sonntagsspaziergang der ganz besonderen Art.

Gegen 15 Uhr erreichte die Gruppe gut gelaunt ihr Ziel. Am Luhdener Gasthaus „Zur Erholung“ wurden die Wanderer bereits von Hartmut Büscher und der Familie Thies erwartet. Bei Grillgut, kühlen Getränken und geselligen Gesprächen fand der Ausflug seinen Abschluss. Alle Teilnehmer, vom Jüngsten (5 Jahre) bis zum Ältesten (85 Jahre) waren sich einig: Das war ein gelungener Tag, der im nächsten Jahr hoffentlich eine Wiederholung findet.

Text: Anja Hillmann, Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung

Fotos: Anja Hillmann, Peter Zabold und Fritz Schmidt 

Erklärungen zu den einzelnen Stationen der Wanderung mit Historischem Hintergrund finden Sie per Klick auf folgende Grafik:

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Boulen der Örtlichen Vereine und Gemeinschaften am 24. Juni 2017

Nach sieben langen Stunden und vielen spannenden und teils hochklassigen Begegnungen hat endlich der Sieger festgestanden. Der Boule-Wanderpokal der Gemeinde bleibt jetzt für ein Jahr „in der Familie“, denn die Mannschaft des Rates gewann das Endspiel gegen das Team der Kirchengemeinde deutlich mit 13:5 Punkten.

In der Siegermannschaft spielten Karl-Heinz Voigt, stellvertretender Bürgermeister, Bürgermeister Rüdiger Schmidt und der zweite stellvertretende Bürgermeister Bernd Gliese. Die Kirchengemeinde repräsentierten Marie Schröder, Lutz Gräber und Willi Beckmann. Der Vorjahressieger, die „Boulefreunde Schermbeck“, landeten nur auf dem enttäuschenden 11. Rang. Den Platz 3 holte sich „Igel“ mit Paul Mühe, Ulrich Gramkow und Gastspieler Hartmut Büscher mit 13:9 gegen die „Klippenstraße“, die mit Karl Dreyer, Gerd Akemann, Jörg Erhardt und Reinhard Beckmann angetreten war.

Alle Hände voll zu tun hatte Turnierleiter Peter Zabold, denn es galt, die 16 Mannschaften in vier gleich starke Gruppen aufzuteilen und die Zwischen- sowie Endrunde zu organisieren. Gespielt wurde zunächst mit der Zeitbegrenzung 15 Minuten oder bis neun Punkte. Die Begegnungen in der Zwischenrunde dauerten 20 Minuten oder bis zur Punktzahl elf. Hier gewann „Igel“ mit 9:7 gegen die „Feuerwehr I“. Der „Freizeitfußballclub 1“(FFC) verlor gegen die „Kirchengemeinde“ mit 4:10 und der „Gemeinderat“ deklassierte das Team des „HSV-Fanclubs“ mit 11:0, während sich die „Klippenstraße“ knapp mit 8:7 gegen die „Boulefreunde Luhden“ durchsetzte.

Im Halbfinale (gespielt wurden maximal 30 Minuten oder bis 13) behauptete sich die Kirchengemeinde“ mit 10:5 gegen „Igel“ und der „Gemeinderat“ schickte die „Klippenstraße“ mit 12:6 Punkten in das „kleine Endspiel“, sodass „Igel“ und „Klippenstraße“ um den 3. Rang spielten, während „Gemeinderat“ und „Kirchengemeinde“ das Finale bestritten. Übrigens steht das Turnier seit 15 Jahren auf dem Veranstaltungskalender der Gemeinde, aber zum ersten Mal gewann eine Mannschaft des Ausrichters den Wanderpokal, der einmal von Bürgermeister Thomas Beckmann gestiftet worden war.

Den fünften Rang holten sich schließlich die „Boule-freunde Luhden“ vor dem Team „Feuerwehr I“, dem „FFC Luhden I“, dem „HSV-Fanclub“, der „Schweinekasse“ und dem „Luhdener SV“. Die Gemeinde zeigte sich nicht nur mit der Teilnahme von 16 Mannschaften, sondern auch mit der Zahl der Zuschauer, die zur Boule-Anlage neben der Sporthalle gekommen waren, sehr zufrieden. Besonderer Dank ging aber an Altbürgermeister Peter Zabold, der mit Computertechnik für einen reibungslosen Ablauf des Turniers sorgte. Er kümmerte sich ebenfalls darum, dass die Vertreter aller Mannschaften gleich nach dem Finale eine Urkunde mit dem erreichten Rang in die Hände gedrückt bekamen.

Bürgermeister Rüdiger Schmidt übernahm persönlich die Siegerehrung. Er dankte noch einmal ausdrücklich allen Teams, die mit dazu beigetragen hätten, dass den Aktiven und auch den Zuschauern ein schöner Tag mit tollem Boulesport geboten werden konnte. Auch im nächsten Jahr, so kündigte Schmidt an, werde wieder ein Turnier stattfinden – und dann würden die „Karten neu gemischt“.

Für das leibliche Wohl der Besucher und Sportlerinnen und Sportler zeichnete die Familie Thies hinter der Theke verantwortlich. Das Grillen lag in den bewährten Händen von Beate und Rudolf Künnecke.

Text: Cord Heinrich Möhle, Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Hier die Platzierungen: 

Platz 1: Gemeinderat Luhden, Platz 2: Ev. Kirchengemeinde, Platz 3: IGEL, Platz 4: Klippenstraße, Platz 5: Boulefreunde Luhden, Platz 6: Feuerwehr 1, Platz 7: FFC Luhden 1, Platz 8: HSV-Fanclub, Platz 9: Schweinekasse, Platz 10: Luhdener SV, Platz 11: Boulefreunde Schermbeck, Platz 12: Schützenverein 2, Platz 13: Unter den Kämpen, Platz 14: FFC Luhden 1, Platz 15: Feuerwehr 2, Platz 16: Schützenverein 1